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 Bundesverband des Großhandels mit Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln e.V.

 
 

 Handelstage

 

 
 
 
 

Pflanzenschutz- und Düngemittel-Handelstag 2010
03. - 04.11.2010, Burg Warberg

 

| Programm | Vorträge | Fotoimpressionen | Tagungsergebnis |

 

Programm

| Flyer |

 
 
 

Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Dr. Hans-Bernhard Overberg
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bonn

Aktueller Stand der Umsetzung des EU-Pflanzenschutzpaketes in nationales Recht – Konsequenzen für den Landhandel
Dr. Carolin von Kröcher
LWK Niedersachsen, Pflanzenschutzamt Hannover
siehe auch unter "Vorträge"

Zulassungssituation bei Pflanzenschutzmitteln – Was erwartet uns ab 14.06.2011?
Dr. Dorothee Heimann-Detlefsen
DHD-Consulting GmbH, Hildesheim
siehe auch unter "Vorträge"

Illegale Pflanzenschutzmittel – aktueller Bericht zur Pflanzenschutzmittel-Importsituation
Dr. Marco Krämer
Syngenta Agro, Maintal

Der nationale/internationale Pflanzenschutzmittelmarkt aus Industriesicht
Tobias Marchand
Bayer CropScience Deutschland, Langenfeld
siehe auch unter "Vorträge"

Der Pflanzenschutzmittelmarkt aus Sicht eines Landhändlers
Dirk Stephan
Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG, Winsen/Luhe

Auswirkungen der EU-weiten Verkehrsfähigkeit von national zugelassenen Düngemitteln
Hans Walter Schneichel
Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Koblenz
siehe auch unter "Vorträge"

Rentabilität von Phosphor- und Kali-Düngung – Welche Konsequenzen hatten die hohen Preise aus Sicht der landwirtschaftlichen Beratung?
Dr. Gerhard Baumgärtel
LWK Niedersachsen, Hannover
siehe auch unter "Vorträge"

Der Ausblick auf die Düngermärkte
Dr. Olaf Günther-Borstel
Yara GmbH & Co.KG, Dülmen
Ulrich Foth
K+S Nitrogen GmbH, Mannheim
siehe auch unter "Vorträge"
Friedhelm Mester
K+S Kali GmbH, Kassel
siehe auch unter "Vorträge"

 

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Vorträge (Präsentationen)
 
Aktueller Stand der Umsetzung des EU-Pflanzenschutzpaketes in nationales Recht – Konsequenzen für den Landhandel
Dr. Carolin von Kröcher, LWK Niedersachsen, Pflanzenschutzamt Hannover

Präsentation im PDF-Format

   
Zulassungssituation bei Pflanzenschutzmitteln –
Was erwartet uns ab 14.06.2011?

Dr. Dorothee Heimann-Detlefsen, DHD-Consulting GmbH, Hildesheim

Präsentation im PDF-Format

   
Der nationale/internationale Pflanzenschutzmittelmarkt aus Industriesicht
Tobias Marchand, Bayer CropScience Deutschland, Langenfeld
Präsentation im PDF-Format
   
Auswirkungen der EU-weiten Verkehrsfähigkeit von national zugelassenen Düngemitteln
Hans Walter Schneichel, Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Koblenz

Präsentation im PDF-Format

   
Rentabilität von Phosphor- und Kali-Düngung – Welche Konsequenzen hatten die hohen Preise aus Sicht der landwirtschaftlichen Beratung?
Dr. Gerhard Baumgärtel, LWK Niedersachsen, Hannover
Präsentation im PDF-Format
   
Der Ausblick auf die Düngermärkte
Ulrich Foth, K+S Nitrogen GmbH, Mannheim

Präsentation im PDF-Format

   
Der Ausblick auf die Düngermärkte
Friedhelm Mester, K+S Kali GmbH, Kassel

Präsentation im PDF-Format

   
 

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Fotoimpressionen
 

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Tagungsergebnis
   
Diskussionsfreudiger Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag 2010

Präsentation im PDF-Format

Der diesjährige Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag, der am 3. und 4. November in Warberg stattfand, war von interessanten Fachvorträgen sowie lebhaften und z.T. auch kontroversen Diskussionen der rd. 90 Teilnehmer rund um die beiden hart umkämpften Märkte geprägt.

Frau Dr. Carolin von Kröcher, Pflanzenschutzamt LWK Niedersachsen, präsentierte in sehr anschaulicher und nachvollziehbarer Weise die vielfältigen Konsequenzen für den Landhandel bei der Umsetzung des umfangreichen EU-Pflanzenschutzpakets in nationales Recht. In ihrem Fazit stellte sie fest:

  • Änderungen erfordern Neuordnung des Pflanzenschutzgesetzes

  • Tragweite der Neuerungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle abschätzbar

  • Auswirkungen auf den Handel bzw. die Landwirtschaft eher indirekt, z.B. über Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln

  • Direkte Auswirkungen vor allem über Anforderungen an die Sachkunde sowie die Aus- und Weiterbildung beim Personal im Landhandel.

Aus BVA-Sicht bedeutet dies, dass die Anforderungen an das notwendige Fachwissen und damit die Kosten für den Vertrieb steigen werden.

Frau Dr. Dorothee Heiman-Detlefsen, DHD Consulting, beleuchtete in einem interessanten Vortrag die künftige Zulassungssituation bei PSM und machte deutlich, dass noch viele Bewertungspunkte, z.B. die Ausschlusskriterien für Wirkstoffe, zur Zeit noch offen seien. Nach ihrer Einschätzung sind ca. 20 Wirkstoffe, davon 10 Fungizide, betroffen, was ca. 8 % der Wirkstoffe betrifft. Offen sei allerdings, wie mit drohenden Behandlungslücken und der Resistenzproblematik umgegangen werden soll.

Dr. Marco Krämer, Syngenta Agro, erläuterte die komplexe Materie bei Parallelimporten und die damit verbundenen Tücken für den Handel. Seiner Einschätzung nach ist der Marktanteil der Importe auf ca. 6 % angewachsen, Tendenz steigend. Anhand konkreter Fälle aus der Praxis verdeutlichte er die Probleme, die sich beim Vertrieb nicht herstelleridentischer Produkte für den Handel bzw. die Anwender ergeben können. Er warnte dabei auch vor einer Zunahme illegaler und gefälschter Produkte aus Drittländern. In diesem Zusammenhang wurden die Verbände aufgefordert, einen praxisnahen Leitfaden für PSM-Importe zu entwickeln, mit dessen Hilfe man legale und illegale Produkte leichter unterscheiden kann.

Tobias Marchand, Geschäftsführer von Bayer CropScience, beleuchtete in einem umfassenden und kenntnisreichen Vortrag den deutschen und internationalen PSM-Markt in seinen vielfältigen Facetten. Er machte einleitend deutlich, dass ca. 70 % der PSM-Forschung entlang der „Rheinschiene“ getätigt werden. Vor dem Hintergrund, dass bereits 9 % der globalen Ackerfläche mit GVO-Kulturen bepflanzt werden, verwies er auf die steigende Bedeutung der Biotechnologieforschung in der ganzen Welt hin. Beim globalen PSM-Markt erwartet er ein jährliches Wachstum von 6 %, der im Jahr 2018 bei rd. 34 Mrd. € und für den Biotechnologie-Markt bei rd. 32 Mrd. € liegen wird. Das Wachstum wird insbesondere in Lateinamerika und Asien liegen. Für Deutschland sieht er in 2011 gute Chancen für ein Marktwachstum von 2 - 3 %. Aus Industriesicht sind Biodiversität und Landwirtschaft kein Widerspruch und auch Nachhaltigkeit ist Teil des PSM-Geschäfts. Er forderte alle Marktbeteiligten von Industrie, Großhandel und Landhandel auf, mit innovativen Ideen und Strategien den Markt zu bearbeiten.

Dirk Stephan, Rudolf Peters Landhandel, betrachtete den PSM-Markt aus Sicht eines Landhändlers und stellte kritisch fest, dass die Handelsmarge trotz höherer Kosten weiter gesunken sei. Dafür gebe es viele Gründe, die er bereits im letzten Jahr beleuchtet habe. In diesem Zusammenhang stellte er fest, dass u.a. die nicht konsequent definierte Aufgaben-verteilung zwischen Industrie und Handel zu deutlichen Wettbewerbsverzerrungen führt. Zu den Kernaufgaben des Handels gehören dabei insbesondere die Logistik, die Distribution, Finanzierung und Produktsteuerung anhand der vorhandenen Marktgegebenheiten zum Kunden hin.

Im Anschluss an den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an, die deutlich machte, wie sehr das Thema die Branche beschäftigt und nach marktgerechten Lösungen in dem sehr komplexen Verhältnis zwischen den einzelnen Stufen verlangt.

Am zweiten Tag, dem Düngemittelpart, erläuterte Hans-Walter Schneichel, Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, die Auswirkungen der EU-weiten Verkehrsfähigkeit national zugelassener Düngemittel auf den deutschen Markt. In dem sehr kenntnisreichen Vortrag machte er anhand von konkreten Fallbeispielen deutlich, dass der freie Warenverkehr bei Düngemitteln nicht grenzenlos ist, sondern bestimmten Regelungen unterliegt. Angesichts der Notwendigkeit einheitlicher Regelungen erwartet er zukünftig eine EU-weit gültige Regelung zum Vertrieb von Düngemitteln in der EU, was von allen Beteiligten begrüßt wurde, aber noch Jahre dauern kann.

Dr. Gerhard Baumgärtel, LWK Niedersachsen, erläuterte in einem umfassenden Vortrag die Rentabilität von Grunddüngern angesichts hoher Düngerpreise. Als Fazit stellte er fest, dass die Ergebnisse der Bewertung für die Landwirte sehr stark von der Fruchtart, der Witterung und der Bodenart abhängen und weiterer Forschungsbedarf zu diesem Thema existiert. Tendenziell ist der Einsatz von Grunddünger aber auch bei hohen Düngerpreisen durchaus lohnend für den Landwirt, wenn die Erträge stimmen.

Abschließend berichteten die Herren Dr. Peters, Yara, Ulrich Foth, K+S Nitrogen und Friedhelm Mester, K+S Kali, ausführlich und aktuell über die einzelnen Düngemittelmärkte.
 

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