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Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Dr. Hans-Bernhard Overberg
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bonn
EU-Pflanzenschutz-Gesetzgebung – Wo stehen wir
aktuell?
Dr. Ralf Petzold
Politikberater, Bonn
Die Umsetzung des EU-Pflanzenschutz-Pakets in
nationales Recht – Konsequenzen für den Landhandel
Dr. Erich Jörg
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Rheinland-Pfalz, Mainz
Agri Benchmark – ein internationaler
Produktionskostenvergleich
Janina Krug
Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig
Der nationale/internationale
Pflanzenschutzmittelmarkt aus Industriesicht
Dr. Hans Theo Jachmann
Syngenta Agro GmbH, Maintal
Der Pflanzenschutzmittelmarkt aus Sicht eines
Landhändlers
Dirk Stephan
Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG, Winsen/Luhe
Neue Entwicklungen im Düngemittelrecht
Georg Embert
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz,
Bonn
Der zertifizierte Düngemittel-Fachberater – ein neues
Angebot für die Branche
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Manfred Meyer
TIMAC Agro Deutschland GmbH, St. Augustin
Der Ausblick auf die Düngermärkte
Dr. Ralf Peters
Yara GmbH & Co. KG, Dülmen
Ulrich Foth
K + S Nitrogen GmbH, Mannheim
Cornelia Schröter
K+S Kali GmbH, Kassel
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Der zertifizierte Düngemittel-Fachberater - ein neues Angebot für
die Branche – Peter Link, Bundeslehranstalt Burg Warberg |
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Der zertifizierte Düngemittel-Fachberater - ein
neues Angebot für die Branche – Manfred Meyer, TIMAC Agro Deutschland GmbH, St. Augustin |
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EU
Pflanzenschutzmittel-Gesetzgebung. Wo stehen wir aktuell? –
Dr. Ralf Petzold, Politikberater, Bonn |
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| Die Umsetzung des EU-Pflanzenschutz- Pakets in
nationales Recht – Konsequenzen für den Landhandel – Dr.
Erich Jörg,
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Rheinland-Pfalz, Mainz |
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Agri Benchmark - ein internationaler
Produktionskostenvergleich –
Janina Krug,
Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig |
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| Ausblick auf die Düngemittelmärkte – Dr.
Ralf Peters,
Yara GmbH & Co. KG, Dülmen |
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| Der Ausblick auf die Düngermärkte – Ulrich
Foth, K + S Nitrogen GmbH, Mannheim |
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| Der Ausblick auf die Düngermärkte –
Cornelia Schröter, K+S Kali GmbH, Kassel |
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Erfolgreicher Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag 2009 in Warberg
Mit rund 100
Teilnehmern aus der gesamten Branche und vielen interessanten sowie
marktaktuellen Vorträgen war der diesjährige Pflanzenschutz- und
Düngemittelhandelstag am 18. und 19. November auf Burg Warberg wieder sehr
erfolgreich verlaufen. Der Handelstag wird traditionell vom Bundesverband
der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA) und Bundesverband des Großhandels mit
Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln (BGDP) gemeinsam mit der
Bundeslehranstalt Burg Warberg organisiert.
In seinem
Grußwort verwies der Vorsitzende des BVA-Pflanzenschutz- und
Düngemittel-Ausschusses Dr. Hans-Bernhard Overberg auf die sehr
komplexe Gesetzeslage bei den beiden wichtigen landwirtschaftlichen
Betriebsmitteln hin. Auch das Thema Pflanzenschutzmittel-Importe sei
rechtlich noch nicht befriedigend gelöst. Er äußerte seine Hoffnung, dass
die beiden Märkte im neuen Wirtschaftsjahr wieder besser laufen. Im
Anschluss berichtete Dr. Ralf Petzold umfassend über den aktuellen
Stand der EU-Gesetzgebung. Er schlug einen Bogen von der
EU-Zulassungsverordnung über die Rahmenrichtlinie, die Statistikverordnung,
die Maschinenrichtlinie, der Thematischen Strategie, die
Höchstmengen-Verordnung bis hin zum Anwenderschutz (neuer Grenzwert für
akute Risiken für Anwender geplant). Er machte deutlich, dass noch viele
Fragen ungeklärt sind. So ist z.B. noch offen, wie die Erleichterungen für
kleine Kulturen oder die Änderungen bei der Aufzeichnungspflicht aussehen
könnten.
Dr. Erich
Jörg (Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz) erläuterte in seinem
Vortrag die Umsetzung des umfangreichen EU-Pflanzenschutzpakets in
nationales Recht und die Konsequenzen für den Landhandel. Aus der
EU-Rahmenrichtlinie ergeben sich für den Landhandel zahlreiche neue
Anforderungen. So gelten bei Aufhebung, Änderung oder Ablauf einer
Pflanzenschutzmittel-Zulassung Aufbrauchfristen von maximal 6 Monaten für
Verkauf und Vertrieb, sowie zusätzlich 1 Jahr für Beseitigung, Lagerung und
Verbrauch eines Pflanzenschutzmittels. Auch wird der Parallelhandel mit
Pflanzenschutzmitteln künftig schärfer geregelt (Herstelleridentität) und
überwacht – hierzu ist eigene Verordnung geplant. Auch der Internet-Handel
wird künftig schärfer geregelt (nur noch gewerblich, nicht mehr privat?).
Darüber hinaus werden die Aufzeichnungspflichten erweitert, wobei die
Wirtschaft darauf gedrängte, keine Mehrfachzählungen in den Statistiken zu
erzeugen, die ein falsches Bild von den eingesetzten Mengen verursachen
würden. Des Weiteren sind neue Regelungen für die Fort- und Weiterbildung
für Vertreiber und Berater geplant. In diesem Zusammenhang werden die
Erteilung, Aufrechterhaltung und der Entzug der Sachkundebescheinigung neu
geregelt. Darüber hinaus muss der Vertreiber genügend sachkundiges Personal
zum Zeitpunkt des Verkaufs verfügbar haben und es muss sichergestellt
werden, dass Pflanzenschutzmittel für die berufliche Verwendung nur an
Sachkundige abgegeben werden. Auch das Thema Entsorgung wird generell
geregelt, wobei in Deutschland durch PAMIRA bereits ein funktionierendes
Entsorgungssystem besteht. Abschließend berichtete Dr. Jörg über das
Ergebnis des Bund-Länder-Pflanzenschutzmittel-Kontrollprogramm 2007/2008,
wobei z.B. die Beanstandungsquoten im Internethandel nach wie vor relativ
hoch sind.
In ihrem
Vortrag über Agri Benchmark – ein internationaler
Produktionskostenver-gleich ging Janina Krug, von Thünen-Institut,
auf die unterschiedlichen Produktions-kosten in den verschiedenen
Weltregionen für Weizen und Raps ein. Danach ist die EU-Weizenproduktion bei
hoher Intensität und hohen Erträgen im Vergleich zu anderen Anbauregionen
wettbewerbsfähig, während die EU-Rapsproduktion eindeutige Kosten-nachteile
hat. Vor allem im Bereich Pflanzenschutz stellte sie Wettbewerbsnachteile
fest.
Dr. Hans
Theo Jachmann, Geschäftsführer der Syngenta Agro, beleuchtete in seinem
Vortrag den nationalen und internationalen Pflanzenschutzmittel-Markt aus
Industriesicht. Angesichts der weltweit wachsenden Nachfrage nach
gesunden und preiswerten Nahrungsmitteln ist aus seiner Sicht der Einsatz
moderner Betriebsmittel im Pflanzenschutz oder die grüne Gentechnik
unerlässlich. Dessen ungeachtet sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen in
Europa eher innovationshemmend, was z.B. PSM betrifft, da die bisherige
Wirkstoffpalette schneller eingeschränkt werden wird als vorhergesagt und
neue Wirkstoffe die Lücken nicht so schnell werden schließen können. Auch
das Thema illegale Pflanzenschutzmittel-Importe ist noch nicht ausreichend
gelöst, so dass die daraus drohenden Risiken für Anwender, Kultur und Umwelt
weiter bestehen werden. Es gebe mittlerweile eine breite Palette von
illegalen PSM, die den Markt beunruhigen. Allerdings arbeitet die Industrie
an Lösungen z.B. durch Marker und S-Pac. Was den PSM-Markt betrifft, so wird
dieser 2009 weltweit um rund. 7 % sinken (für Brasilien wird jedoch eine
deutliche Steigerung prognostiziert), wobei für die EU ein Minus von 5-8 %
erwartet wird. Für Deutschland erwartet er einen Rückgang von rund 3 % im
Verbrauch. Nach neuesten Schätzungen lag die durchschnittliche
Preisentwicklung bei PSM bei rund 3.3 %, die Kostenentwicklung auf Seiten
der Landwirte aber bei Minus 2 %, d.h. die Landwirte haben die Intensitäten
aufgrund der schlechten Erzeugerpreise reduziert. Als Fazit bleibt
festzuhalten, dass die Wirtschaftskrise den Agrarmarkt relativ spät und nur
gedämpft erreicht hat, aber die Branche gedämpft optimistisch in die Zukunft
schaut, wobei auch die Langfristprognosen angesichts der wachsenden
Weltbevölkerung, insbesondere in Asien, insgesamt positiv sind.
Daran
anschließend betrachtete Dirk Stephan, Rudolf Peters Landhandel, den
Pflanzenschutzmittel-Markt aus Sicht eines Landhändlers. Er kritisierte,
dass die vielfältigen Leistungen des Landhandels nicht ausreichend im Markt
gewürdigt würden. Durch die Vielzahl der Akteure am Markt sei eine
realistische Kalkulation der notwendigen Handelsmarge kaum möglich, zumal
seiner Einschätzung nach eine wirkliche Kostenkalkulation nicht überall
stattfinde. Die Folge ist, dass nur noch Rabatte gehandelt werden. Vor
diesem Hintergrund forderte er ein Umdenken in den Unternehmen und sich
künftig an den jeweiligen firmeneigenen Vollkosten für das PSM-Geschäft zu
orientieren.
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