Bundesverband des Großhandels mit Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln e.V.

 
   
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Terminübersicht

 

 

Pflanzenschutz- und Düngemittel-Handelstag 2008
12. - 13.11.2008, Burg Warberg

 

| Sponsoren | Programm | Vorträge | Tagungsergebnis |

 
Sponsoren
 

Der Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag 2008 wurde von den nachstehenden 2 Firmen unterstützt:

 
   

Programm

 
 
 
 

Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Dr. Hans-Bernhard Overberg
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bonn

Aktuelle Entwicklung in der Pflanzenschutzgesetzgebung
• aus EU-Sicht:
(siehe unter Vorträge)
  Dr. Ralf Petzold, Bonn
• aus nationaler Sicht:
  Dr. Carolin v. Kröcher (siehe unter Vorträge)
  Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hannover

Änderungen der ChemikalienVerbots-VO und mögliche Auswirkungen auf den Handel mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln (siehe unter Vorträge)
Claudia Deppe
Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bremervörde

Entwicklungen an den internationalen Märkten für Pflanzenschutz
Dr. Kim Schmitz
Kleffmann Group, Lüdinghausen

Auswirkungen der Klimaveränderung auf die internationale Agrarwirtschaft - Eine Einschätzung (siehe unter Vorträge)
Dr. Frank Eulenstein
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. Institut für Landnutzungssysteme, Müncheberg

Aktuelle Entwicklungen im Düngemittelrecht
Friedel Cramer
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bonn

Der Düngermarkt 2009 – Welche Einkaufsstrategien fährt die Agrarwirtschaft? Johannes Dieckmann
Betriebswirtschaftliches Büro, Göttingen
Fritz Köster
Lippe Agrar, Handelsges. mbH, Lemgo

Der Ausblick auf die Düngermärkte
Dr. Olaf Günther-Borstel
Yara GmbH, Dülmen
Michael Rüppel
K + S Kali GmbH, Kassel
Dr. Claus Brusenbauch (siehe unter Vorträge)
Amfert OHG, Ludwigshafen
 

Vorträge (Präsentationen)
 
Aktuelle Entwicklung in der Pflanzenschutzgesetzgebung
• aus EU-Sicht:
Dr. Ralf Petzold, Bonn

Programm im PDF-Format

   
Aktuelle Entwicklung in der Pflanzenschutzgesetzgebung
• aus nationaler Sicht:
Dr. Carolin v. Kröcher
  Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hannover
Programm im PDF-Format
   
Änderungen der ChemikalienVerbots-VO und mögliche Auswirkungen auf den Handel mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln
Claudia Deppe,  Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bremervörde
Programm im PDF-Format
   
Auswirkungen der Klimaveränderung auf die internationale Agrarwirtschaft - Eine Einschätzung, Dr. Frank Eulenstein
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. Institut für Landnutzungs-systeme, Müncheberg
Programm im PDF-Format
   
Der Ausblick auf die Düngermärkte
Dr. Claus Brusenbauch, Amfert OHG, Ludwigshafen
Programm im PDF-Format
   
Hanse Agro Unternehmensberatung GmbH Hannover
Lorenz v. Schintling – Horny
Programm im PDF-Format
   
Tagungsergebnis
 

Erfolgreicher Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag

Trotz globaler Wirtschaftskrise glauben Kali-Düngerhersteller an ein weiterhin stabiles Preisniveau. Michael Rüppel, K+S Kali GmbH, Kassel, begründete dies auf dem diesjährigen BVA/BGDP-Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag Mitte November mit der weltweit weiter zunehmenden Nachfrage nach Kali- und anderen Düngemitteln (v.a. Asien und Lateinamerika). Mittel- und langfristig rechnet er bei den Hauptnährstoffen mit einem Nachfragezuwachs von 3 % pro Jahr. Die jüngsten Rückschläge an den Agrarmärkten seien nur vorübergehend, zumal sich an der globalen, engen Versorgungslage bei pflanzlichen Produkten wenig geändert habe. Rüppel wagte einen Blick in die Glaskugel und sagte für die Landwirtschaft eine Markterholung voraus – früher oder später.

Weltweit ist der Kaliabsatz zwischen 2006 und 2007 um 8 Mio. t auf knapp 59 Mio. t merklich gestiegen. Bis Ende dieses Jahres dürfte der Bedarf um weitere 4 % zugelegt haben, so Rüppel. Somit ist auch in den kommenden Jahren mit einer weltweit hohen Auslastung der technisch verfügbaren Kapazitäten zu rechnen. Die jüngsten Versorgungsrückschläge am Kali-Markt seien vor allem durch Personalstreiks bei PCS (Kanada), Produktionsanpassungen bei Belaruskali, Sylvinit und K+S (verlängerte Reparaturpausen) zurückzuführen. In Kombination mit den weltweit niedrigen Lagerbeständen und Auslieferungsrückständen bei allen Produzenten habe sich das Kali-Preisniveau stabil halten können. Erst Anfang November hatte das kanadische Export-Konsortium Canpotex einen Liefervertrag mit Kunden aus Japan für die erste Jahreshälfte 2009 zu gut 900 USD/t frei Japan abgeschlossen. Gegenüber gegenwärtigen Verträgen entspricht das einer Preissteigerung um 200 USD/t. Das sei ein klares Signal für einen festen Kali-Markt, so Rüppel, der nebenbei bemerkte, dass auch der deutsche Markt ein Teil vom Weltmarkt sei und globale Entwicklungen den Inlandsmarkt spürbar beeinflussen. Eine deutliche Entspannung der Versorgungslage ist seiner Ansicht nach auch erst mittelfristig zu erwarten, da die Erschließung neuer Kalivorkommen mehrere Jahre in Anspruch nimmt.

Anders als bei Kali ist am Phosphor-Markt mit einer deutlichen Entspannung zu rechnen. Das erwartet Claus Brusenbauch, Amfert OHG, Ludwigshafen. Er begründete dies mit kurzfristig deutlich gesunkener Nachfrage weltweit auf Grund der unsicheren Marktlage und sich damit häufenden Lagerbeständen in den Erzeugerländern. Auf USD-Basis sei daher mit deutlich niedrigeren Kursen zu rechnen, die schon zwischen dem 3. und 4. Quartal 2008 von rund 450 USD/t (Rohphosphat-Basis, fob Marokko) auf 320 USD spürbar nachgaben. Andererseits seien die Seefrachtraten regelrecht eingebrochen. Das zeigt der Baltic-Dry-Index, der von seinem Höchststand im Mai/Juni 2008 bei knapp 11.800 auf aktuell 859 Punkten absackte. Das werde zusätzlich den Marktpreis drücken. P-Düngerhersteller reagieren auf den extremen Nachfragerückgang bereits mit einer Drosselung der Produktion, so Brusenbauch, der nach einer Marktberuhigung jedoch wieder von Zuwachsraten um 3 % pro Jahr ausgeht, bei gleichzeitig steigenden Rohphosphat-Kapazitäten weltweit.


 
 
 

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