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Dossier Pestizide
Im Herbst 2008
läuft im Europaparlament die 2. Lesung über die
Neuausrichtung der Pestizidzulassung in Europa, einer der
wichtigsten umwelt- und verbraucherschutzpolitischen
Initiativen der Legislatur. Der EP-Umweltausschuss wird am
5. November über meine Empfehlung zur 2. Lesung abstimmen.
Diese Empfehlung bezieht sich auf die Position der
EU-Agrarminister, die im August 2008 ihren Gemeinsamen
Standpunkt verabschiedet haben.
Die Einigung der EU-Ratsminister ist grundsätzlich zu
begrüßen. Es ist ein Erfolg für Umweltschutz und
Verbrauchersicherheit, dass die Agrarminister die von der
EU-Kommission vorgeschlagenen Ausschlusskriterien für
bestimmte hochgefährliche Pestizide (CMR und endokrine
Disruptoren) bestätigt haben. Bedenklich ist aber die
Möglichkeit einer Zulassung von hochgefährlichen Pestiziden
für 5 Jahre, wenn diese notwendig sind, um eine bedeutende
Gefahr für die Pflanzengesundheit zu kontrollieren.
Bedauerlicherweise haben die EU-Agrarminister viele der
wichtigen Kriterien des Europaparlaments aus der 1. Lesung
nicht übernommen. Deshalb habe ich mich als
Berichterstatterin des EP-Umweltausschusses für die
Pestizidzulassung entschieden, die Position des
Europaparlaments aus der 1. Lesung wieder einzubringen. Dies
heißt, dass ich erneut die Ausschlusskriterien für immuno-
und neurotoxische Pestizide auf die Tagesordnung setze,
ebenso wie den Bienen- und Gewässerschutz. Denn eine der
Forderungen des Europaparlaments, die die EU-Ratsminister
nicht übernommen haben ist, Pestizide nur dann zuzulassen,
wenn sie nicht giftig sind für Bienen. Ich setzte mich
weiter ein für den elektronischen Feldpass (Pestizidpass)
und gegen die von EU-Kommission und Rat vorgesehene zonale
Aufteilung mit gegenseitiger verpflichtender Anerkennung.
Sie möchten sich gerne einen Überblick über mein
Engagement als Berichterstatterin des EP-Ausschusses für
Umweltschutz, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit zur
Zulassung von Pestiziden verschaffen? Hier finden Sie
gebündelt alle meine Pressemitteilungen, Artikel,
Positionspapiere und parlamentarischen Anfragen an die
EU-Kommission:
Quelle:
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www.hiltrud-breyer.eu/hbreyer/fe/pub/de/dct/376 |
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